Gaspreise 2019 – Steigende Beschaffungskosten machen sich auf der Abrechnung bemerkbar

Erhöhte Gaspreise dieses Jahr

Erhöhte Gaspreise machen den Deutschen dieses Jahr zu schaffen. Dabei stagnierten die Zahlen lange Zeit, nun aber scheinen Ressourcenknappheit, politische Embargos und der Blick der Börse auf den Ölpreis für Furore zu sorgen.

Letztlich dürfen sich hiesige Endverbraucher noch glücklich schätzen, nicht zu den EU-Staaten zu gehören, die die Liste der höchsten Gaspreise anführen. Dies wird allerdings nur ein kleiner Trost sein, beim Anblick der kommenden Gasrechnung. Im Schnitt zeigt die aktuelle Gaspreisentwicklung einen Anstieg von 8,4 Prozent. Betroffen sind vor allem jene Abnehmer kleiner und mittelständischer Energielieferanten. Fast 300 dieser Gasversorger haben ihre Tarifpreise für Erdgas erhöht. Der Grund dafür liegt in den jüngst immens gestiegenen Beschaffungskosten.

Warum ist der Gasbeschaffungspreis so stark gestiegen?

Tatsächlich haben vereinzelte Energielieferanten ihre Preise sogar gesenkt. Dennoch: Die Mehrheit der Gasversorger besteht auf den Anstieg des Gaspreises. Dieser ist zwar nicht unmittelbar an den Ölpreis gekoppelt, trotzdem gelten die neuerdings wieder steigenden Börsenwerte von Erdöl als Trendsetter, nicht nur für Erdgas, sondern auch für zahlreiche andere Ressourcen. Ressourcenknappheit wird dabei immer wieder zum Thema gemacht. Es muss noch tiefer und in noch unwirtschaftlichere Gegenden nach natürlichen Vorkommen gebohrt werden. Hinzu kommen die politischen Diskrepanzen mit dem Nicht-EU-Ausland. Russland als einer der größten Exporteure von Erdgas wendet sich vermehrt dem asiatischen Markt zu, was wiederum zu Defiziten bei EU-Händler führt. Die großen Konzerne haben noch langfristige Lieferverträge mit Russland. Andere Energielieferant verfolgen jedoch flexiblere Einkaufsstrategien und Vertragsbindungen. Somit sieht sich das Gros der Gasversorger erhöhten Beschaffungskosten ausgesetzt – und wälzt diese selbstredend auf die Verbraucher ab. In Form erhöhter Gaspreise und Tarife.

Eine weitere Ursache ist die lange Dürreperiode letzten Sommer. Flussrouten waren für schwer beladene Tanker zum Teil nicht befahrbar, die komplette Binnenschifffahrt musste umstrukturiert werden. Das hieß für den Kohletransport: Weniger Ladung, weniger Umsatz. Für die Gewinnung erneuerbarer Energien bedeutete dies im Gegenzug eine steigende Nachfrage. Diese und eine Reihe anderer Faktoren beeinflussen schlussendlich die Gaspreisentwicklung.

Wie geht es mit dem Gaspreis dieses Jahr weiter?

Dass der Gaspreis wieder genauso schnell sinken wird, wie er gestiegen ist, sollte vorsichtshalber keiner erwarten. Einen Hoffnungsschimmer gibt es allerdings: Biogas, beziehungsweise Ökogas. Bei einem genauen Gasvergleich auf unserer Seite https://gasvergleich-check.de stellt sich heraus, dass die Differenzen zum herkömmlichen Erdgas längst nicht mehr so prägnant sind. Es wäre sogar durchaus denkbar, dass schon bald die Ökogaspreise die des Erdgases unterbieten. Dafür würde die nachhaltige Produktion sprechen, die nicht auf irdene Vorkommen angewiesen ist, sondern Methan aus Biomasse nutzt sowie überschüssige Energie von Wind- und Wasserkraftanlagen, und daher auch hierzulande stattfinden könnte. Exakte Zahlen bleiben allerdings noch abzuwarten.

Verbraucher können jedoch unabhängig von der zentralen Energiewende eigens ihren Gasverbrauch reduzieren und folglich die Abrechnung gleich mit. Der Umbau auf Gasbrennwertkessel, Kraft-Wärme-Kopplungen, Einbindung von Solarthermie und moderne Heizsysteme wie Luftheizungen sind beispielsweise effektive Maßnahmen, die sich langfristig amortisieren.

Im Zweifelsfall sollten Verbraucher zudem häufiger einen Gasvergleich zu Rate ziehen, einerseits um sich für die Thematik Gaspreisentwicklung zu sensibilisieren, andererseits um eine individuell geeignete Entscheidung treffen zu können. Denn mit dem Gaspreis wird nicht nur der Verbrauch als solches bezahlt, auch Serviceleistungen, Smart Home Lösungen, Notrufdienste, technische Supports und vieles mehr beeinflussen das Preis-Leistungsverhältnis. Somit steht der Endverbraucher quasi am letzten Glied der Energielieferkette, hat aber dennoch Handlungsfreiheit, sowohl in Bezug auf die Tarifwahl als auch durch die Beauftragung eines speziellen Lieferanten. Ökogas, Biogas, respektive klimafreundliches Gas zu fördern, liegt dadurch in hohem Maße in den Händen der Verbraucher und wäre ein wichtiges Druckmittel weg vom Erdgas hin zur erneuerbaren Energie, die weniger politischen Schwankungen ausgesetzt ist. Wobei gerade Ökogas als stabilste und umweltschonendste Ressource gilt. Ob es auch die günstige sein kann, wird sich zeigen.

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Herr Gerd Grotz
Ochsenhauser Straße 17
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