Philipp Wiesner (Dresden) Verfahren wegen Gefährlicher Körperverletzung gegen Auflage eingestellt (Aktenzeichen: 10 Ns 388 Js 3895/20)

Der Name Philipp Wiesner war in Dresden ein Begriff, als er dort als Discjockey aktiv war. Der auch als DJ Wiesi bekannte Wiesner ist inzwischen als Versicherungsfachmann tätig. Am 05.03.2020 wurde er wegen gefährlicher Körperverletzung zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Am Landgericht Dresden fand am 28.07.2021 die Berufungsverhandlung statt.

Der heute 23-jährige T. Bro. und die jetzt 23-jährige K. Ma. traten als Geschädigte und gleichzeitig als Zeugen auf.

Zur Tat ist Folgendes bekannt: Statt, wie geplant, einen amüsanten Abend in Dresden zu erleben, verlief dieser im Club Arteum für den Versicherungsfachmann deutlich unangenehmer. Schließlich fand Herr Wiesner heraus, dass seine seinerzeitige Freundin K. Ma. zu einer Party eingeladen hatte – doch leider ohne ihn.

Um seine Neugier zu befriedigen, verschaffte sich der zu dem Zeitpunkt alkoholisierte Philipp Wiesner Zugang zur Wohnung seiner damaligen Freundin. Er kletterte dazu über den Balkon. Dort überraschte er nicht nur seine damalige Freundin, sondern ebenso seinen damaligen besten Freund. Nachdem er die beiden küssend erlebt hatte, beschimpfte er seinen damaligen Freund als „Hurensohn“. Dann raste er auf die beiden zu und schlug heftig auf seinen damaligen Freund ein. Der Versuch von Frau Ma, den Betroffenen zu schützen, musste Sie mit einem Tritt in den Brustkorb bezahlen. Die übrigen Partygäste suchten verängstigt im Schlafzimmer Schutz. T. Bro. befreite sich mit einem Schlag und flüchtete ebenfalls ins Schlafzimmer. Daraufhin befanden sich nur noch der Angeklagte zusammen mit K. Ma. im Flur. Als Herr Bro. aus dem Schlafzimmer kam, folgte erneut eine etwa halbminütige Schlägerei. Danach verschwand Philipp Wiesner und kurz danach war die Polizei zur Stelle.

Der Hauptgeschädigte, Herr Bro., zog sich eine Einblutung im linken Ohr, einen Handwurzelknochenbruch sowie mehrere Hämatome am gesamten Körper zu. Frau Ma. erlitt an mehreren Fingern Taubheitsgefühle. Sie musste sich in ergotherapeutische Behandlung begeben.

Wie in der Berufungsverhandlung erwähnt wurde, war der Angeklagte bereits 2017 wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Somit handelte es sich um eine Wiederholungstat.

Die Verhandlung dauerte drei Stunden; danach wurde in Abstimmung der Verfahrensbeteiligten dem eine Entscheidung gefällt. Philipp Wiesner wurde beauflagt zu insgesamt 5.500 Euro zu zahlen. Davon gehen 1.000 Euro an K. Ma. (bereits als Schadensersatz gezahlt), 2.500 Euro an den erheblich geschädigten T. Bro., 1.000 Euro an den Weißen Ring e. V. und 1.000 Euro an die gemeinnützige Einrichtung Sonnenstrahl e. V.

Als mildernde Umstände ließ das Gericht gelten, dass Philipp Wiesner bei einer Vorstrafe seiner Tätigkeit als Versicherungsfachmann nicht mehr hätte nachgehen können und er somit seine Ausbildung vergeblich gemacht hätte. Eine Bestätigung des Urteils des Amtsgerichts Dresden, eine neunmonatige Haftstrafe auf Bewährung, hätte bedeutet, für etwa fünf bis sechs Jahre im Bereich Finanzdienstleistung keine Beschäftigung zu bekommen.

Über diesen Sachverhalt haben auch schon andere berichtet, wie zum Beispiel die FOP – Freie Online Presse e.V. unter https://freie-online-presse.de/

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